AKW Krümmel: Mehr als ein Jahr
Stillstand ein krimmi den man lesen muß !!
- 02.07.2010,
- Artikel veröffentlicht
von:bei greenpeace.de von Beate Steffens
Am 4. Juli vor einem Jahr ist das
Atomkraftwerk Krümmel erneut wegen massiver Sicherheitsprobleme
stillgelegt worden. Bis zu dem Zeitpunkt ist der alte Reaktortyp 69 zum
stärksten Siedewasserreaktor der Welt hochgetuned worden
und gehört deshalb zu den gefährlichsten Reaktoren weltweit. Heinz
Smital, Greenpeace Atomexperte und Kernphysiker,
nimmt diesen Jahrestag zum Anlass für eine Rückschau auf die Ereignisse.
28.6.2007: Im AKW Krümmel kommt es
zu einem Kurzschluß im Maschinentransformator AT01, der zu einem
Großbrand in der Anlage führt. Die automatische Sprühlösch-Anlage ist
bereits nach sechs Minuten leer und die Werksfeuerwehr ist erst nach elf
Minuten am Einsatzort. Es verstreichen weitere 24 Minuten bis die
Drehleiter angelegt werden kann.
Die Lage wird dadurch erschwert, dass der Staffelführer der
Werksfeuerwehr gleichzeitig Schichtleitervertreter ist. Er muss an zwei
Orten gleichzeitig agieren, da Vattenfall Personalkosten
sparen will. Die Situation wird immer unübersichtlicher.hier ein link AKW Krümmel: Mehr als ein Jahr Stillstand - Greenpeace, Nachrichten zum Thema Atomkraft
bitte scroll runter damit du alles lesen kannst.http://www.greenpeace.de/
Offener Brief an BP,
ESSO, TOTAL, Shell, ConocoPhillips
- 30.06.2010,
- Artikel veröffentlicht
von: http://www.greenpeace.de/ Michelle Bayona
Greenpeace fordert mit
einem offenen Brief die an der Tiefsee-Ölförderung beteiligten
Unternehmen auf, Ölbohrungen in der Tiefsee einzustellen.
Sehr geehrte Damen und Herren*,
die von BP und den
Partnerfirmen im Golf von Mexiko verursachte Ölkatastrophe wie auch die
Bemühungen einer Eindämmung der Ölpest zeigen deutlich, dass
Haltebohrungen wegen der Gefahr schwerwiegender Unfälle nicht zu
verantworten sind. Nicht nur, dass bisher mindestens elf Menschen dem
Öldesaster zum Opfer fielen und tausende Fischer ihre Lebensgrundlage
verloren; es starben und sterben ebenso unzählige Tiere. Die Ökosysteme
des Meeres und der Küste werden massiv geschädigt. Wie wir aus den
Erfahrungen mit anderen Ölunfällen wissen, führen die Auswirkungen einer
solchen Katastrophe noch Jahrzehnte später zu gravierenden
Umweltproblemen.
Wir fordern Sie und alle an der Tiefsee-Ölförderung beteiligten
Unternehmen daher auf, Öl-Bohrungen in der Tiefsee einzustellen. Diese
Forderung gilt für Probebohrungen ebenso wie für die Förderung von
Tiefsee-Öl. Als Tiefsee definiert Greenpeace eine
Meerestiefe von 200 Meter abwärts, weil ab dieser Tiefe kein Taucher
mehr arbeiten und eventuelle Schäden beheben kann.
Der Untergang der Horizon-Plattform hat eine beispiellose
Umweltkatastrophe hervorgerufen. Da es mehrere hundert Tiefseebohrungen
weltweit gibt, sind ähnliche Katastrophen zu befürchten. Eine Abkehr von
diesem riskanten Weg, der technisch nicht beherrschbar und aus Gründen
des Meeres- und Klimaschutzes in keiner Weise vertretbar ist, ist
dringend notwendig. Ihrer Stellungnahme hierzu sehen wir mit großem
Interesse entgegen.
Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Behrens
Geschäftsführerin Greenpeace e. V.
Offener Brief an BP, ESSO, TOTAL, Shell, ConocoPhillips - Greenpeace, Nachrichten zum Thema Öl