Die Verbreitung von Informationen kostet auch Geld, wenn Sie
unsere Arbeit unterstützen wollen, finden Sie unser Konto unten.
Spender erhalten eine steuerlich absetzbare Spendenquittung. Wir nehmen auch gern
Sachspenden!!! und Dienstleistungsspenden!!! an. Wir freuen uns auf Ihre Spende
22.01.2010 – Der Verkauf von Textilien aus Biobaumwolle ist ein
Wachstumsmarkt. Kunden in Europa und den Vereinigten Staaten sind bereit
für Biobaumwolle auch tiefer in den eigenen Geldbeutel zu greifen. Wie
die Financial Times Deutschland recherchierte, haben Hersteller in
Indien versucht sich Extraprofite dadurch anzueignen, dass sie die
Nachfrage nach Bioprodukten in diesem Bereich mit gentechnisch
manipulierten Baumwollpflanzen bedienten. In Deutschland wurde solche
transgene Baumwolle in großem Stil als Bio-Ware etikettiert und
verkauft. Wie die Financial Times Deutschland schreibt, hat der
Weltbioverband versucht, den Betrug zu verschleiern. Bekleidungsfirmen
wie die schwedische Modekette H&M, die eigenen Aussagen zufolge eine
Produktlinie mit „Organic Cotton“ aus ökologischem Anbau im Programm
hat, hätten selbst nichts unternommen, um die Einhaltung der Kriterien
zu kontrollieren. Neben H&M seien auch Tchibo und andere namhafte
Hersteller in den Skandal verwickelt. Tchibo erklärte heute in einer
Presseerklärung, die zur Diskussion stehende, gentechnisch veränderte
Baumwolle komme aus einer Region in Indien, von der Tchibo keine
Baumwolle beziehe.
Indische Behörden haben den Betrug bereits im April des vergangenen
Jahres aufgedeckt. Sanjay Dave, Direktor der indischen Agrarbehörde
Apedam, spricht von „Betrügereien in gigantischem Ausmaß“. An dem Betrug
war eine große Zahl von Dörfern in den indischen Provinzen Madhya
Pradesh und Maharashtra sowie die Zertifizierer Raj Eco Farm in Indien,
Ecocert in Frankreich und Control Union in den Niederlanden beteiligt.
Weltmarktführer für Biobaumwolle ist Indien, das Land verkauft etwa die
Hälfte der angebotenen Baumwollfasern aus biologischem Anbau, gefolgt
von der Türkei. Weitere wichtige Erzeugerländer für Biobaumwolle sind
Syrien und China. Die Zahl der Bio-Baumwollbauern hat sich in den Jahren
2007/08 nach Angaben der US-Organisation „Organic Exchange“ (OE) mehr
als verdoppelt. 2009 wuchs der Weltmarkt für Biobaumwolle auf vier
Milliarden US-Dollar (rund 2,8 Milliarden Euro). Experten war allerdings
schon länger aufgefallen, dass mehr Biobaumwolle auf dem Markt ist, als
angebaut wird. Der Anteil der erzeugten Bio-Baumwolle liegt jedoch
insgesamt noch unter einem Prozent an der gesamten Baumwollproduktion in
Höhe von 26 Millionen Tonnen (Saison 2007/08).
Quelle:
http://de.wikinews.org/wiki/Betrugsskandal:_Gentechnisch_manipulierte_Baumwolle_als_Bio-Produkt_verkauft
Stand: 22.01.2010
lese auch den artikel vom 21.01.2010 von www.greenpeace.de
Spendenkonto von www.greenwelt.de
BLZ: 310 500 00 Stadtsparkasse Mönchengladbach
Kto.: 43966 77
für anweisungen aus dem ausland: BIC:MGLSDE33
IBAN: DE30 3105 000000043 96677
Kinder helfen Kindern e.V.